Mutterkuhhaltung
Der Begriff Mutterkuhhaltung bedeutet, dass die Kälber nach der Geburt bei der Mutter bleiben und auch von ihr vollständig versorgt wird.
In der Regel läuft die Geburt zwar unter unserer Beobachtung, aber doch selbständig ab. Die Mutter kümmert sich um den Nachwuchs, leckt ihn trocken und meist dauert es nur wenige Stunden, bis das Kalb zum ersten Mal am Euter der Kuh säugt. Es entsteht eine innige Beziehung zwischen dem Kälbchen und der Mutter.
Meist bleibt der Nachwuchs bis zu 9 Monate bei der Mutter - diese ist dann bereits wieder hochträchtig.
Damit der Nachwuchs gesichert ist, begleitet der Bulle "Aladin" die Herde.
In den letzten Jahren kreuzten wir verstärkt die französische Fleischrinderrasse Charolais ein. Charakteristisch für ein Charolais-Rind ist das weiße Fell, ebenso sein ruhiges Temperament. Die Kühe kalben meist problemlos und zeigen gute Muttereigenschaften. Durch die Muttermilch entwickeln sich die Kälber hervorragend. Das Fleisch dieser Rasse ist sehr saftig und mager. Typisch ist ein sehr aromatischer Geschmack, den unsere Kunden sehr zu schätzen wissen.
Der Stall
Die Tiere leben im Offenstall. Dieser besteht aus einer mit Stroh bedeckten Liegefläche und genügend Fressplätzen. Im Sommer können sich die Tiere selbst entscheiden, ob sie sich im Stall aufhalten oder lieber auf der Weide grasen. Meist ist jedoch zu beobachten, daß die Tiere während des ganzen Tages den Stall vorziehen, sobald es etwas wärmer wird. Regnet es dagegen in Strömen, betritt kaum ein Tier den Stall. In der Regel bleibt die Herde zusammen und hält sich entweder geschlossen im Stall oder geschlossen auf der Weide auf.
Den Winter verbringen die Tiere im Stall. Da ein Teil des Stalles nicht überdacht ist, kommen die Tiere dennoch mit der Witterung in Kontakt. Die Kälber haben hierbei einen eigenen Bereich - Kälberschutzzone oder Kälberschlupf genannt. Hier lässt ein schmaler Eingang nur kleinere Tiere durch. Sie können jedoch jederzeit auf die andere Seite wechseln, um zur Mutter zu gelangen.





